Sehr geehrte Damen und Herren,
wertes Publikum, 

ganz unabhängig davon, wie wir zu Jubiläen stehen, ob wir sie feiern mögen oder nicht – sie haben ihre Daseinsberechtigung und erfüllen einen nicht zu unterschätzenden Zweck. Sie helfen uns, den unaufhaltsamen Zeitfluss in kleinere, für den Menschen leichter fassbare Abschnitte zu gliedern und umgekehrt, diese zu einem großen Bogen zusammenzufügen. 

Als sich vor 40 Jahren einige enthusiastische junge Musiker in der Marktgemeinde Werneck trafen, um dort zu proben und dann ein Konzert zu geben, konnten sie noch nicht ahnen, dass sie damit den Grundstein zu einem Kammerorchester gelegt hatten. Es folgten die Phase des behutsamen Aufbaus, der Professionalisierung der Strukturen, viele Hochs, aber auch einige Tiefs. Eine große Zäsur stellten der Umzug des Ensembles nach Bad Brückenau und die damit verbundene Namensänderung im Jahre 2003 dar. Doch der große Bogen ist nach wie vor sichtbar, denn wir haben das Glück, noch Menschen unter uns zu haben, die uns Informationen aus erster Hand geben können: Gründungsmitglieder, Zeitzeugen, Mandatsträger von früher, Unterstützer der ersten Stunde. Deshalb ist es keine Anmaßung und kein Etikettenschwindel, die vier Dekaden als eine Einheit zu sehen und unter dem Label „Bayerisches Kammerorchester Bad Brückenau“ zu subsumieren. 

Heute steht unser BKO prächtig da. Es ist in der deutschen Orchesterlandschaft gut positioniert, arbeitet mit führenden Solisten der Gegenwart zusammen, gastiert bundesweit in etablierten Konzertreihen, ist finanziell gesund. Gewiss, es ist und bleibt ein Projektorchester und damit ein Nischenprodukt, aber gerade in Zeiten der großen Umbrüche in der Gesellschaft oder auf dem Musikmarkt ist es wichtig, seine Nische gefunden zu haben.

Diese Erfolgsgeschichte wäre nicht denkbar ohne kräftige Unterstützung der öffentlichen Zuschussgeber vom Freistaat Bayern über den Bezirk Unterfranken und den Landkreis Bad Kissingen bis zur Stadt und dem Bayerischen Staatsbad Bad Brückenau, ohne Sponsoren und Mäzene, ohne den engagierten Freundeskreis. Dafür gilt ihnen allen unser Dank. Doch letztendlich geht es um jeden einzelnen von Ihnen. Lassen Sie uns also anlässlich des Jubiläumsjahres gemeinsam die Vergangenheit rekapitulieren, in Erinnerungen an viele bewegende Momente schwelgen, den Augenblick auskosten und feiern. Und dann voller Mut und Elan einen neuen Abschnitt beginnen und an einem neuen erfolgreichen Kapitel schreiben. 

Es lebe die Musik, es lebe das BKO! 

 

Pavol Tkac
Geschäftsführer