Jahreszeitenkonzerte

Die vom Bayerischen Kammerorchester Bad Brückenau in Eigenregie veranstalteten Jahreszeitenkonzerte tragen entscheidend zur Positionierung des Ensembles in der deutschen Orchesterlandschaft bei. Damit sie Jahr für Jahr ihre Strahlkraft entfalten können, wird in ihre inhaltliche Planung viel Zeit, Energie, Sorgfalt und „Hirnschmalz“ investiert. Durch den Wechsel an der Position des Chefdirigenten und Künstlerischen Leiters ändert sich nichts an dieser Vorgehensweise und diesem Selbstverständnis. Wie schon bei seinem „Einstand“ im Herbst 2019 rückt Sebastian Tewinkel bei der Saisonplanung 2020 die musikalische Form in den Vordergrund und ordnet jedem Jahreszeitenkonzert eine andere Gattung zu.
 
Im Dreikönigskonzert mit der Fagottistin Rie Koyama wird an drei Beispielen veranschaulicht, welchem Wandel das Divertimento im Laufe der Jahrhunderte unterzogen wurde. Die Begeisterung des Homo ludens für das Spiel mit vertrautem Material ist die Voraussetzung und der Ausgangspunkt für die Entstehung von Variationen, die im Frühlingskonzert mit dem Trompeter Simon Höfele vorgestellt werden. Um dem Titel des Sommerkonzerts gerecht zu werden, mussten der Cellist Maximilian Hornung und die Geigerin Sarah Christian ein wenig in die Trickkiste greifen und setzten Bearbeitungen von zwei berühmten Sonaten aufs Programm, denn Sonaten für Orchester heißen eigentlich Sinfonien... Die Serenade in ihren unterschiedlichen Ausprägungen dominiert das Winterkonzert mit dem Tenor Thomas Cooley und dem Hornisten Radovan Vlatković.

In Anspielung auf sein Antrittskonzert „Sinfonie in G“ überschrieb Sebastian Tewinkel das Herbstkonzert mit dem Titel „Wiener Klassik in B“, denn alle drei programmierten Werke stammen aus dieser Epoche und stehen in der Tonart B-Dur.

22.11.2020Winterkonzert „Serenade“

18:00 Uhr · Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Winterkonzert „Serenade“

SERENADE

Der Begriff „Serenade“ (italienisch: sera = Abend, sereno = heiter) lässt sich bereits ab dem 17. Jahrhundert nachweisen. Er stand ursprünglich für ein abendliches, im Freien aufgeführtes musikalisches Ständchen, meist sanften oder schwärmerischen Charakters. In der Wiener Klassik verstand man darunter ein Instrumentalstück mit einer größeren Anzahl von Sätzen: Gewöhnlich enthielt die Serenade mindestens zwei Menuette und als Kern einen langsamen Satz. Anfang und Schluss hatten die Form des Marsches. Die frühen Serenaden wurden überwiegend für Blasinstrumente komponiert, was für eine Freiluftmusik akustisch passender war. Mit dem Einzug der Serenade in den Konzertsaal gewannen die Streichinstrumente die Oberhand.

Mit der verspielten Serenata notturna KV 239 von Wolfgang Amadeus Mozart, der romantischen Serenade für Streichorchester op. 11 des schwedischen Komponisten Dag Wirén sowie Benjamin Brittens Serenade für Tenor, Horn und Streicher op. 31 präsentiert das BKO in seinem Winterkonzert drei völlig unterschiedliche Typen von Serenaden. Das Hauptwerk des Programms ist zweifellos die 1943 komponierte Serenade von Britten: Ein Prolog und ein Epilog des Horns bilden den Rahmen für eine vertonte Miniaturanthologie englischer Lyrik, die ausnahmslos Abend- und Nachtstimmungen einfängt. Solistische Aufgaben in diesem Meisterwerk übernehmen der amerikanische Tenor Thomas Cooley und der kroatische Hornist Radovan Vlatković, der weltweit zu den profiliertesten Vertretern seines Fachs zählt.


Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Serenata notturna D-Dur KV 239

Jean Sibelius (1865-1957)
Impromptu für Streichorchester

Dag Wirén (1905-1986)
Serenade für Streicher op. 11

Carl Busch (1862-1943)
Elegie für Streichorchester

Benjamin Britten (1913-1976)
Serenade für Tenor, Horn und Streicher op. 31

Thomas Cooley, Tenor
Radovan Vlatković, Horn
Sebastian Tewinkel, Leitung
Bayerisches Kammerorchester Bad Brückenau

Veranstaltungsort:
Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Wegbeschreibung
Hotelangebot
Routenplaner

Veranstalter:

Bayerisches Kammerorchester Bad Brückenau

Preise:

Kartenpreise: 30€
Ermäßigungen

22.11.2020Winterkonzert „Serenade“

20:00 Uhr · Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Winterkonzert „Serenade“

SERENADE

Der Begriff „Serenade“ (italienisch: sera = Abend, sereno = heiter) lässt sich bereits ab dem 17. Jahrhundert nachweisen. Er stand ursprünglich für ein abendliches, im Freien aufgeführtes musikalisches Ständchen, meist sanften oder schwärmerischen Charakters. In der Wiener Klassik verstand man darunter ein Instrumentalstück mit einer größeren Anzahl von Sätzen: Gewöhnlich enthielt die Serenade mindestens zwei Menuette und als Kern einen langsamen Satz. Anfang und Schluss hatten die Form des Marsches. Die frühen Serenaden wurden überwiegend für Blasinstrumente komponiert, was für eine Freiluftmusik akustisch passender war. Mit dem Einzug der Serenade in den Konzertsaal gewannen die Streichinstrumente die Oberhand.

Mit der verspielten Serenata notturna KV 239 von Wolfgang Amadeus Mozart, der romantischen Serenade für Streichorchester op. 11 des schwedischen Komponisten Dag Wirén sowie Benjamin Brittens Serenade für Tenor, Horn und Streicher op. 31 präsentiert das BKO in seinem Winterkonzert drei völlig unterschiedliche Typen von Serenaden. Das Hauptwerk des Programms ist zweifellos die 1943 komponierte Serenade von Britten: Ein Prolog und ein Epilog des Horns bilden den Rahmen für eine vertonte Miniaturanthologie englischer Lyrik, die ausnahmslos Abend- und Nachtstimmungen einfängt. Solistische Aufgaben in diesem Meisterwerk übernehmen der amerikanische Tenor Thomas Cooley und der kroatische Hornist Radovan Vlatković, der weltweit zu den profiliertesten Vertretern seines Fachs zählt.


Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Serenata notturna D-Dur KV 239

Jean Sibelius (1865-1957)
Impromptu für Streichorchester

Dag Wirén (1905-1986)
Serenade für Streicher op. 11

Carl Busch (1862-1943)
Elegie für Streichorchester

Benjamin Britten (1913-1976)
Serenade für Tenor, Horn und Streicher op. 31

Thomas Cooley, Tenor
Radovan Vlatković, Horn
Sebastian Tewinkel, Leitung
Bayerisches Kammerorchester Bad Brückenau

Veranstaltungsort:
Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Wegbeschreibung
Hotelangebot
Routenplaner

Veranstalter:

Bayerisches Kammerorchester Bad Brückenau

Preise:

Kartenpreise: 30€
Ermäßigungen

05.12.2020Adventskonzert

18:00 Uhr · Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Adventskonzert

Tomaso Albinoni (1671-1751)
Konzert für Trompete, Streicher und Basso continuo d-Moll op. 9 Nr. 2
Allegro moderato – Adagio – Allegro

Peter Tschaikowsky (1840-1893)
Elégie
(Entr’acte aus der Bühnenmusik zu Shakespeares Drama „Hamlet“ op. 67a)

Anton Arensky (1861-1906)
Variationen über ein Thema von Tschaikowsky für Streichorchester op. 35a

Alessandro Marcello (1669-1747)
Konzert für Trompete, Streicher und Basso continuo d-Moll
Allegro – Largo – Presto

Peter Tschaikowsky (1840-1893)
Serenade für Streichorchester C-Dur op. 48
Pezzo in forma di Sonatina
Valse
Elegia
Finale

Mit freundlicher Unterstützung durch die GVL und den Deutschen Musikwettbewerb, ein Projekt des Deutschen Musikrats.
 

Simon Höfele, Trompete
Sebastian Tewinkel, Leitung
Bayerisches Kammerorchester Bad Brückenau

Veranstaltungsort:
Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Wegbeschreibung
Hotelangebot
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Veranstalter:

Bayerisches Kammerorchester Bad Brückenau

Preise:

Kartenpreise: 30€
Ermäßigungen

05.12.2020Adventskonzert

20:00 Uhr · Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Adventskonzert

Tomaso Albinoni (1671-1751)
Konzert für Trompete, Streicher und Basso continuo d-Moll op. 9 Nr. 2
Allegro moderato – Adagio – Allegro

Peter Tschaikowsky (1840-1893)
Elégie
(Entr’acte aus der Bühnenmusik zu Shakespeares Drama „Hamlet“ op. 67a)

Anton Arensky (1861-1906)
Variationen über ein Thema von Tschaikowsky für Streichorchester op. 35a

Alessandro Marcello (1669-1747)
Konzert für Trompete, Streicher und Basso continuo d-Moll
Allegro – Largo – Presto

Peter Tschaikowsky (1840-1893)
Serenade für Streichorchester C-Dur op. 48
Pezzo in forma di Sonatina
Valse
Elegia
Finale

Mit freundlicher Unterstützung durch die GVL und den Deutschen Musikwettbewerb, ein Projekt des Deutschen Musikrats.
 

Simon Höfele, Trompete
Sebastian Tewinkel, Leitung
Bayerisches Kammerorchester Bad Brückenau

Veranstaltungsort:
Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Wegbeschreibung
Hotelangebot
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Veranstalter:

Bayerisches Kammerorchester Bad Brückenau

Preise:

Kartenpreise: 30€
Ermäßigungen

Konzertarchiv

19.09.2020Herbstkonzert „Viva Italia“

20:00 Uhr · Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Herbstkonzert „Viva Italia“

Ottorino Respighi (1879-1936)
Antiche danze ed arie (Suite Nr. 3 für Streichorchester)
Italiana
Arie di corte
Siciliana
Passacaglia

Luciano Berio (1925-2003)
Folk Songs (für Mezzosopran und 7 Instrumente)
Black is the colour (USA)
I wonder as I wander (USA)
Loosin yelav (Armenia)
Rossignolet du bois (France)
A la femminisca (Sicily)
La donna ideale (Italy)
Ballo (Italy)
Motettu de Tristura (Sardinia)
Malorous qu'o un fenno (Auvergne)
Lo fiolaire (Auvergne)
Azerbaijan love song (Aserbaijan)

Nino Rota (1911-1979)
Concerto per archi
Preludio. Allegro ben moderato
Scherzo. Allegretto comodo
Aria. Andante quasi adagio
Finale. Allegrissimo

19.09.2020Herbstkonzert „Viva Italia“

18:00 Uhr · Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Herbstkonzert „Viva Italia“

Ottorino Respighi (1879-1936)
Antiche danze ed arie (Suite Nr. 3 für Streichorchester)
Italiana
Arie di corte
Siciliana
Passacaglia

Luciano Berio (1925-2003)
Folk Songs (für Mezzosopran und 7 Instrumente)
Black is the colour (USA)
I wonder as I wander (USA)
Loosin yelav (Armenia)
Rossignolet du bois (France)
A la femminisca (Sicily)
La donna ideale (Italy)
Ballo (Italy)
Motettu de Tristura (Sardinia)
Malorous qu'o un fenno (Auvergne)
Lo fiolaire (Auvergne)
Azerbaijan love song (Aserbaijan)

Nino Rota (1911-1979)
Concerto per archi
Preludio. Allegro ben moderato
Scherzo. Allegretto comodo
Aria. Andante quasi adagio
Finale. Allegrissimo

18.07.2020Sommerkonzert

20:00 Uhr · Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Sommerkonzert

Aufgrund der Corona-Problematik musste das BKO das ursprünglich geplante Programm „Sonate“ ändern, um das Sommerkonzert im Einklang mit den geltenden Vorschriften durchführen zu können. Die Orchesterbesetzung wurde auf 13 Musiker reduziert, statt Sonaten von Franz Schubert (Arpeggione-Sonate) und Ludwig van Beethoven (Kreutzer-Sonate) in Bearbeitung für Soloinstrument und Streichorchester erklingen nun zwei Solokonzerte von Joseph Haydn. Sarah Christian, 2. Preisträgerin des ARD-Musikwettbewerbes 2017 und Konzertmeisterin der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, wird das BKO vom Pult aus leiten und darüber hinaus auch die Rolle der Solistin in Haydns Violinkonzert C-Dur übernehmen. Maximilian Hornung, der bereits mit 23 Jahren Solocellist des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks war und seit einigen Jahren mit seiner bestechenden Musikalität internationale Konzertpodien erobert, steuert das Haydns Cellokonzert in der gleichen Tonart bei. Eröffnet wird das ca. 1-stündige Programm mit der Capriol-Suite von Peter Warlock. Wegen der eingeschränkten Saalkapazität (Stichwort: Abstandsregeln und maximale Besucherzahl pro Konzert) wird das Programm zweimal gespielt: um 18 und um 20 Uhr.

Peter Warlock (1894-1930)
Capriol Suite
Basse Danse. Allegro moderato
Pavane . Allegretto ma un poco lento
Tordion . Con moto
Bransles . Presto
Pieds en l'air. Andantino tranquillo
Mattachins. Allegro con brio

Joseph Haydn (1732-1809)
Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 C-Dur Hob. VIIa: 1
Allegro moderato
Adagio
Finale. Presto

Joseph Haydn (1732-1809)
Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 C-Dur Hob. VIIb: 1
Moderato
Adagio
Allegro molto

18.07.2020Sommerkonzert

18:00 Uhr · Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Sommerkonzert

Aufgrund der Corona-Problematik musste das BKO das ursprünglich geplante Programm „Sonate“ ändern, um das Sommerkonzert im Einklang mit den geltenden Vorschriften durchführen zu können. Die Orchesterbesetzung wurde auf 13 Musiker reduziert, statt Sonaten von Franz Schubert (Arpeggione-Sonate) und Ludwig van Beethoven (Kreutzer-Sonate) in Bearbeitung für Soloinstrument und Streichorchester erklingen nun zwei Solokonzerte von Joseph Haydn. Sarah Christian, 2. Preisträgerin des ARD-Musikwettbewerbes 2017 und Konzertmeisterin der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, wird das BKO vom Pult aus leiten und darüber hinaus auch die Rolle der Solistin in Haydns Violinkonzert C-Dur übernehmen. Maximilian Hornung, der bereits mit 23 Jahren Solocellist des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks war und seit einigen Jahren mit seiner bestechenden Musikalität internationale Konzertpodien erobert, steuert das Haydns Cellokonzert in der gleichen Tonart bei. Eröffnet wird das ca. 1-stündige Programm mit der Capriol-Suite von Peter Warlock. Wegen der eingeschränkten Saalkapazität (Stichwort: Abstandsregeln und maximale Besucherzahl pro Konzert) wird das Programm zweimal gespielt: um 18 und um 20 Uhr.

Peter Warlock (1894-1930)
Capriol Suite
Basse Danse. Allegro moderato
Pavane . Allegretto ma un poco lento
Tordion . Con moto
Bransles . Presto
Pieds en l'air. Andantino tranquillo
Mattachins. Allegro con brio

Joseph Haydn (1732-1809)
Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 C-Dur Hob. VIIa: 1
Allegro moderato
Adagio
Finale. Presto

Joseph Haydn (1732-1809)
Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 C-Dur Hob. VIIb: 1
Moderato
Adagio
Allegro molto

05.01.2020Dreikönigskonzert „Divertimento“

18:30 Uhr · Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Dreikönigskonzert „Divertimento“

DIVERTIMENTO

Als Divertimento (italienisch: Vergnügen) bezeichnet man ein aus mehreren Sätzen bestehendes Instrumentalstück unterhaltsamen, heiteren bis tanzartigen Charakters. Bis Ende des 18. Jahrhunderts war es an europäischen Höfen weit verbreitet und sehr beliebt. Insbesondere im Zeitalter der Wiener Klassik nahm es im Schaffen von Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart sowie deren Zeitgenossen einen breiten Raum ein. Im 19. Jahrhundert aus der Mode gekommen, wurde das Divertimento erst im 20. Jahrhundert von einzelnen Komponisten wieder aufgegriffen.

Der BKO-Chefdirigent Sebastian Tewinkel rückt das Divertimento in den Fokus des gleichnamigen Dreikönigskonzerts und kombiniert es mit dem solistisch eingesetzten Fagott. Mit den Divertimenti von Wolfgang Amadeus Mozart, Jean Françaix und Béla Bartók ist diese musikalische Form gleich dreimal im Programm vertreten.

Die aus einer japanischen Musikerfamilie stammende, aber in Deutschland aufgewachsene Fagottistin Rie Koyama gastiert zum ersten Mal in Bad Brückenau und stellt ihre brillante Virtuosität in Originalstücken sowie Bearbeitungen für Fagott und Streichorchester unter Beweis. 2013 wurde sie beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD mit dem 2. Preis in der Kategorie Fagott ausgezeichnet (bei Nichtvergabe des 1. Preises) und gewann außerdem den Sonderpreis für die beste Interpretation der Auftragskomposition. Seit 2015 ist sie Solofagottistin der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung von Paavo Järvi.
 

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Divertimento F-Dur KV 138

Jean Françaix (1912-1997)
Divertissement für Fagott und Streicher

Carl Maria von Weber (1786 -1826)
Andante e Rondo ungarese op. 35 (Bearbeitung für Fagott und Streichorchester von Michael Rot)

Paul-Agricole Génin (1832-1903)
Carnaval de Venise op. 14 (Bearbeitung für Fagott und Streichorchester von Peter Beyer)

Béla Bartók (1881-1945)
Divertimento für Streichorchester Sz 113

22.11.2019Winterkonzert "Suite"

18:30 Uhr · Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Winterkonzert "Suite"

SUITE

Der erste Preis sowie der Publikumspreis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München im Jahr 2004 ebneten der Flötistin Magali Mosnier definitiv den Weg zu einer bemerkenswerten Karriere. Die charmante Französin, die ihre Ausbildung in Paris am Conservatoire National Supérieur in der Klasse von Pierre-Yves Artaud erhielt, war spätestens seit diesem Moment eine begehrte Solistin und Kammermusikerin, die mit Orchestern wie dem Mozarteumorchester Salzburg oder der Academy of St. Martin in the Fields zusammen arbeitet und CDs im Auftrag von Sony Classical aufnimmt.

Ihre erste künstlerische Kooperation mit dem Bayerischen Kammerorchester Bad Brückenau im Sommer 2018 bei den Rosetti-Festtagen im Ries hat beide Seiten so überzeugt, dass nun eine Fortsetzung folgt. Für die Dramaturgie zeichnet die Geigerin Hannah Weirich verantwortlich, die als versierte Konzertmeisterin auch mit der Leitung des Winterkonzerts beauftragt wurde. Das Programm ist monothematisch der Suite gewidmet: Zuerst erklingt - als Inbegriff dieser barocken Form - die Orchestersuite Nr. 2 in h-Moll von Johann Sebastian Bach mit der allseits bekannten Badinerie, danach folgen drei Blicke auf die Suite durch die Brille des 20. Jahrhunderts. Darüber hinaus sind im Programm aber auch weitere interessante Facetten zu entdecken, z.B. Musik der jüdischen Komponisten Erwin Schulhoff und Ernest Bloch oder mit Erwin Schulhoff und Leos Janacek eine böhmisch-mährische "Achse".

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Suite Nr. 2 h-Moll für Flöte, Streicher und Basso continuo BWV 1067
Ouverture
Rondeau
Sarabande
Bourrée I/II
Polonaise – Double
Menuet
Badinerie

Erwin Schulhoff (1894-1942)
Drei Stücke für Streichorchester WV 5 (1910)
Elegie im Stile Edvard Griegs Menuetto im alten Stil
Pipa tanzt

Ernest Bloch (1880-1959)
Suite modale für Flöte und Streicher (1957)
Moderato
L’istesso tempo
Allegro giocoso
Adagio
Allegro deciso
Adagio*
Allegro
Moderato

Leoš Janácek (1854-1928)
Suite für Streichorchester JW 6/2 (1877)
Moderato
Adagio
Andante con moto
Presto
Adagio
Andante

21.09.2019Herbstkonzert „Sinfonie in G“

19:30 Uhr · Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Herbstkonzert „Sinfonie in G“

SINFONIE IN G

Die Sinfonie gilt in der Komposition als die Königsdisziplin schlechthin. Über mehrere Vorstufen und Stationen kristallisierte sich in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts ihre klassische viersätzige Form heraus. Es waren vor allem Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart, die die noch in den Kinderschuhen steckende Gattung im Sinne des klassischen Ideals formten und sie schließlich in jene Gestalt brachten, mit der sie bis heute assoziiert wird. Der Wandel der äußeren "Hülle" ging mit enormen gesellschaftlichen Umwälzungen einher: Zunächst noch als unterhaltende Kunst für den Adel, wurde die Sinfonie - Hand in Hand mit der Entwicklung eines gebildeten bürgerlichen Publikums und der Etablierung von Konzertgesellschaften - schon bald zur reinen Zuhör-Musik und zum Gegenstand intellektueller Auseinandersetzung.

So erscheint es nur logisch und folgerichtig, dass sich der neue Chefdirigent des Bayerischen Kammerorchesters Bad Brückenau Sebastian Tewinkel bei seinem "Antrittskonzert" im Staatsbad gerade auf die Sinfonie fokussiert. Es ist auch kein Zufall, dass beide Werke, die er für diesen feierlichen Anlass ausgesucht hat, in der Grundtonart g-Moll stehen, die traditionell mit Leidenschaft und großen Gefühlen in Verbindung gebracht wird. Das Triumvirat der Wiener Klassik wird im Programm mit zwei Romanzen für Violine und Orchester von Ludwig van Beethoven vervollständigt. Die Solopartien übernimmt Konzertmeister Friedemann Breuninger.

Joseph Haydn (1732-1809)
Sinfonie g-Moll Hob. I: 83 „Die Henne“

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Romanze G-Dur für Violine und Orchester op. 40

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Romanze F-Dur für Violine und Orchester op. 50

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Sinfonie g-Moll KV 183

20.07.2019Sommerkonzert „Jubiläum“ausverkauft

19:30 Uhr · Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Sommerkonzert „Jubiläum“

JUBILÄUM

Die Klarinette als Singstimme einsetzen! Retrospektiv betrachtet war gerade das der entscheidende Rat ihres berühmten Mentors Hans Deinzer, der Sabine Meyer dazu verholfen hat, eine der renommiertesten Klarinettistinnen weltweit zu werden. Ihr Aufstieg war kometenhaft: Bereits als 14-jährige begann sie ihr Klarinettenstudium, mit 23 Jahren wollte Herbert von Karajan sie als eine der ersten Frauen zu den Berliner Philharmonikern holen. Das Vorhaben endete fast in einem Zerwürfnis zwischen dem Jahrhundert-Dirigenten und dem Orchester, doch ihrer beispiellosen internationalen Karriere schadete dieser Skandal nicht.

Trotz all ihrer Erfolge blieb Sabine Meyer, seit 1993 Professorin für Klarinette an der Musikhochschule Lübeck, bodenständig und nahbar. Daran konnten Welt-Tourneen, zahlreiche Preise und ein hymnisches Presse-Echo nichts ändern. Sie besticht neben ihrem brillanten Spiel vor allem durch ihre Natürlichkeit und stellt mit ihrer einzigartigen Virtuosität die Farbnuancen, die dynamischen Möglichkeiten und die Sinnlichkeit ihres Instruments unter Beweis. Für das Bayerische Kammerorchester Bad Brückenau ist es jedenfalls eine große Ehre, sein 40-jähriges Jubiläum zusammen mit einer solchen Künstlerpersönlichkeit zu feiern.

Deutschlands "First Lady der Klarinette" spielt im Staatsbad das berückend schöne Konzert für Bassettklarinette von Wolfgang Amadeus Mozart, dessen langsamer Mittelsatz nicht erst als Melodie im oscargekrönten Film "Jenseits von Afrika" die Herzen von Millionen eroberte.

Luigi Boccherini (1743-1805)
Sinfonie C-Dur op. 37 Nr. 1 (G 515)
Allegro con moto
Menuetto con un poco di moto
Andante
Allegro vivo assai


Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Konzert für Bassettklarinette und Orchester A-Dur KV 622
Allegro
Adagio
Rondo. Allegro


Béla Bartók (1881-1945)
Tänze aus Siebenbürgen (Sz 96, BB 102b)
(Fassung für Streichorchester)
Allegretto
Moderato
Allegro vivace


Max Reger (1873-1916)
Lyrisches Andante (Liebestraum)
(Intermezzo für Streichorchester)

Joseph Haydn (1732-1809)
Sinfonie G-Dur Hob. I: 92 "Oxford"
(autographe Fassung ohne Trompeten und Pauken)
Adagio - Allegro spiritoso
Adagio
Menuet. Allegro
Presto

06.04.2019Frühlingskonzert „Teufelsgeiger“

19:30 Uhr · Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Frühlingskonzert „Teufelsgeiger“

TEUFELSGEIGER

Mit seiner langen schwarzen Lockenmähne und seinem poppig-gruftigen Look würde man den serbischen Geiger Nemanja Radulovic auf den ersten Blick eher für einen Rockmusiker halten. Doch weit gefehlt. Seitdem er 2006 mit gerade einmal 21 Jahren für Maxim Vengerov beim Orchestre Philharmonique de Radio France unter Myung-Whun Chung spontan als Solist in Beethovens Violinkonzert einsprang und damit den Durchbruch schaffte, begeistert er das Klassikpublikum auf der ganzen Welt von New York bis Tokio.

Seine außergewöhnliche Technik und energiegeladene Virtuosität bringen ihm häufig einen Vergleich mit dem "Teufelsgeiger" Niccolo Paganini ein, er selbst aber sieht sich nicht in der Pose eines feurigen Gipsy-Virtuosen - er möchte lediglich eine junge, innovative Künstlergeneration repräsentieren und mit seinen erfrischenden Interpretationen neuen Wind in die Konzertsäle bringen. Ob er seine Zuhörer mit großen romantischen Violinkonzerten, kleinen intimen Formen oder der Balkan-Folklore als Leader der Bands "Les Trilles du Diable" und "Double Sens" bewegt, spielt dabei keine Rolle.

Bei seinem Debüt in Bad Brückenau zeigt er zwei Facetten seiner künstlerischen Persönlichkeit. Johann Sebastian Bachs Violinkonzert steht für Momente des Innehaltens und der Reflektion, die Zigeunerweisen von Pablo de Sarasate für Wildheit, Extrovertiertheit und überschäumende Vitalität.

Eduard Toldrà (1895-1962)
Vistes al mar
Costa brava. Allegro con brio
Nocturn. Lento
Veles i reflexes. Molto vivace

Antonio Vivaldi (1678-1741)
Konzert für Streicher und Basso continuo B-Dur RV 163 „Conca”
Allegro molto
Andante
Allegro

Sinfonia für Streicher und Basso continuo C-Dur 111a
Allegro
Andante
Presto

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Konzert für Violine, Streicher und Basso continuo a-Moll BWV 1041
ohne Tempobezeichnung
Andante
Allegro assai

Pablo de Sarasate (1844-1908)
Zigeunerweisen op. 20 (Bearbeitung für Violine und Streichorchester von Wolfgang Birtel)

Victor Herbert (1859-1924)
Serenade für Streichorchester op. 12
Aufzug. Tempo di Marcia
Polonaise. Tempo moderato
Liebes-Scene. Andante amoroso
Canzonetta. Allegretto
Finale. Molto vivace

05.01.2019Dreikönigskonzert „Entertainer”

19:30 Uhr · Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Dreikönigskonzert „Entertainer”

ENTERTAINER

Christoph Eß, Timo Steininger, Sebastian Schorr und Stephan Schottstädt: Vier Hornisten, die sich seit ihrer Kindheit kennen, bei demselben Lehrer in Stuttgart dasselbe Instrument lernten und die inzwischen allesamt bei führenden deutschen Orchestern unter Vertrag stehen. Durch die räumliche Trennung nach dem Studium wurde ihre Freundschaft auf die Probe gestellt, doch sie wussten sich zu helfen. Aus dem Wunsch heraus, wieder mehr Zeit miteinander zu verbringen, gründeten sie 2009 das Ensemble "german hornsound".

Ihr hoher Qualitätsstandard sprach sich herum, intelligente wie ungewöhnliche Arrangements fernab von Wald- und Wiesenromantik sorgten für Furore. Mittlerweile trifft man das Ensemble bei renommierten Konzertreihen und internationalen Festivals, zwei Tourneen führten das Quartett bis nach Asien. Doch bei aller Ernsthaftigkeit, die "german hornsound" an den Tag legt: Man treibt auch zusammen Sport, ist privat befreundet, und der eine steht dem anderen auch mal als Trauzeuge zur Seite. Das Publikum spürt schnell, dass es hier mit vier freimütigen Entertainern zu tun hat, die sich musikalischem Vergnügen auf höchstem Niveau verschrieben haben.

Beim Dreikönigskonzert in Bad Brückenau übernehmen sie die virtuosen Hornpartien in einer Telemann-Ouvertüre sowie in einer Haydn-Sinfonie und steuern darüber hinaus auch eine Quartett-Rarität von Friedrich Constantin Homilius bei.

Georg Philipp Telemann (1681-1767)
Ouvertüre (Suite) in F-Dur TWV 55:F11 (Alster-Ouvertüre)
Ouverture
Die canonierende Pallas
Das Alster Echo
Die Hamburgischen Glockenspiele
Der Schwanen Gesang
Der Alster Schäffer Dorff Music
Die concertirenden Frösche (und) Krähen
Der ruhende Pan

Der Schäffer und Nymphen eilfertiger Abzug

Franz Schreker (1878-1934)
Scherzo für Streichorchester (1908)

Friedrich Constantin Homilius (1813-1902)
Hornquartett B-Dur op. 38
Alla Marcia
Andante

Presto

Boris Papandopulo (1906-1991)
Pintarichiana für Streichorchester
Sonatina. Allegro con spirito
Pastorella. Andante cantabile
Rondo. Allegretto
Dudas (Cornemuse). Allegro vivace


Joseph Haydn (1732-1809)
Sinfonie D-Dur Hob. I:72
Allegro
Andante
Menuet – Trio
Finale. Andante – Presto