06.01.2023Dreikönigskonzert - Österreich

19:30 Uhr · Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Dreikönigskonzert - Österreich

Land der Berge, Land am Strome – so wird Österreich in seiner Nationalhymne besungen. Die Alpenrepublik an der Donau ist für viele Menschen aber auch das Land der Musik. Ein Blick in die Tourismus-Prospekte reicht, um zu verstehen, wie stark vor allem die klassische Musik das Selbstverständnis Österreichs nach innen und sein Bild nach außen bestimmt. Ihr hoher Stellenwert lässt sich an der großen Anzahl an Opernhäusern, Orchestern, Musikfestspielen und Traditionen wie dem aufwändig inszenierten Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker ablesen, das alljährlich via Fernsehen in mehr als 90 Länder übertragen und von ca. 50 Millionen Zuschauern größtenteils live mitverfolgt wird!

Musikhistorisch gesehen wurde vor allem das späte 18. und frühe 19. Jahrhundert stark durch die Residenzstadt der Habsburger Wien geprägt, als hier wirkende Komponisten – darunter auch der gebürtige Salzburger Wolfgang Amadeus Mozart – die Stilrichtung der Wiener Klassik entwickelten, was nicht zuletzt durch kaiserliches und adeliges Mäzenatentum ermöglicht wurde. Franz Schubert gilt dagegen als erster Vertreter der romantischen Epoche, in der sich die Musik allmählich dem Bürgertum öffnete. Im gewaltigen sinfonischen Œuvre von Anton Bruckner erreichte die Romantik später einen ihrer absoluten Höhepunkte.

Das Programm des Dreikönigskonzerts ist als reines Orchesterkonzert ganz ohne Solist konzipiert, um besondere Qualitäten und das Selbstbewusstsein des BKO zu demonstrieren.

Franz Schubert(1797-1828)
Sinfonie Nr. 5 B-Dur D 485
Allegro
Andante con moto
Menuetto
Allegro vivace

Anton Bruckner (1824-1896)
Adagio für Streicher
(3. Satz aus dem Streichquintett F-Dur)

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)
Sinfonie g-Moll KV 550
Molto allegro
Andante
Menuetto. Allegretto – Trio
Allegro assai

Bayerisches Kammerorchester Bad Brückenau
Sebastian TewinkelLeitung

Veranstaltungsort:
Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Wegbeschreibung
Hotelangebot
Routenplaner

Veranstalter:

Bayerisches Kammerorchester Bad Brückenau

Preise:

Kartenpreise: 37,50€
Ermäßigungen

25.03.2023Frühlingskonzert - England

19:30 Uhr · Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Frühlingskonzert - England

Henry Purcell (1659-1695)
Abdelazer-Suite

Ralph Vaughan Williams(1872-1958)
Konzert für Oboe und Streichorchester a-Moll
Rondo Pastorale
Minuet and Musette
Scherzo


Gustav Holst(1874-1934)
St. Paul’s Suite
Jig. Vivace
Ostinato. Presto
Intermezzo. Andante con moto
Finale (The Dargason). Allegro

Georg Friedrich Händel(1685-1759
Oboenkonzert Nr. 3 g-Moll HWV 287
Grave
Allegro
Sarabande. Largo
Allegro


Benjamin Britten(1913-1976)
Variationen über ein Thema von Frank Bridge op. 10
Introduction and Theme
Variation I: Adagio – Variation II: March –
Variation III: Romance – Variation IV: Aria Italiana –
Variation V: Bourrée classique –
Variation VI: Wiener Walzer –
Variation VII: Moto perpetuo –
Variation VIII: Funeral March – Variation IX: Chant –
Variation X: Fugue and Finale

Bayerisches Kammerorchester Bad Brückenau
Kai Frömbgen 
Oboe
Sebastian Tewinkel Leitung

Veranstaltungsort:
Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Wegbeschreibung
Hotelangebot
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Veranstalter:

Bayerisches Kammerorchester Bad Brückenau

Preise:

Kartenpreise: 37,50€
Ermäßigungen

06.05.2023Hochschulpodium - Kontrabass & KlavierEintritt frei

19:00 Uhr · Bad Brückenau/Staatsbad, Dorint Resort & Spa - Kuppelsaal

Hochschulpodium - Kontrabass & Klavier

 

Die langfristig angelegte Kooperation zwischen dem Bayerischen Kammerorchester Bad Brückenau und dem örtlichen Dorint Resort & Spa bietet den Studierenden der Musikhochschulen aus Würzburg, Nürnberg und Frankfurt am Main bereits seit 2004 ein ideales Forum, um ihre musikalische Reife öffentlich unter Beweis zu stellen. Die Konzertreihe im Kuppelsaal des Vier-Sterne-Hotels entwickelte sich seitdem zu einer festen Größe im Musikleben von Bad Brückenau. Ihre Beliebtheit belegen einerseits die konstant hohen Besucherzahlen, andererseits die Tatsache, dass sie sowohl von Einheimischen als auch von Hotelgästen besucht wird.

Seit 2015 wird das „Hochschulpodium“ gezielt durch die Staatliche Mineralbrunnen AG gefördert. Von der Partnerschaft mit dem Abfüllbetrieb der vielfach ausgezeichneten Mineralwässer profitiert somit nicht nur der künstlerische Spitzennachwuchs, sondern auch die Region.

Bei der Planung einer neuen Saison stimmen sich beide Kooperationspartner eng untereinander ab. Wenn die Termine feststehen, schreibt das Bayerische Kammerorchester die teilnehmenden Musikhochschulen an und fordert junge Musiker auf, sich in kleinen Formationen vom Duo bis zum Quintett für den Auftritt im Staatsbad zu bewerben. Beim Auswahlverfahren wird auf größtmögliche Abwechslung bezüglich der Besetzung und des Repertoires sowie die gleichmäßige Berücksichtigung aller drei Musikhochschulen geachtet. Dass das Hochschulpodium bei den Studierenden begehrt ist, zeigt die sehr hohe Anzahl an eingereichten Bewerbungen, die für 2023 die Möglichkeiten der Reihe um das Vierfache überstieg und die Jury vor die sprichwörtliche Qual der Wahl

Johannes Matthias Sperger(1750-1812)
Kontrabass Konzert Nr. 15 D-Dur
1. Satz

Giovanni Bottesini(1821-1889)
Capriccio di Bravura für Kontrabass und Klavier

Opernarien-Potpourri für zwei Kontrabässe

Felix Mendelssohn(1809-1847)
Andante & Allegro brillante A-Dur op. 92 für Klavier vierhändig

Emmanuel Chabrier (1841-1894)
España für Klavier vierhändig

Giovanni Bottesini(1821-1889)
Passione Amorosa für zwei Kontrabässe und Klavier

22.07.2023Sommerkonzert - Skandinavien

19:30 Uhr · Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Sommerkonzert - Skandinavien

In einer Studie über die schwedische Musik wird die These aufgestellt, dass die Kargheit des Nordens die Schweden paradoxerweise dazu gebracht haben könnte, ein Volk von Sängern zu werden. Diese These trifft auf alle nordischen Völker zu, die nachweislich schon immer viel und besonders gut gesungen haben. Wie ist es dann aber zu erklären, dass sie im Laufe der Jahrhunderte kaum kompositorische Größen von Format hervorgebracht haben?

Es scheint, dass die einseitige Orientierung an Deutschland, wo Talente aus dem Norden Europas meist ihr akademisches Studium genossen haben, eher eine kontraproduktive Wirkung hatte – hierzulande konnten sie auf keine genuin nordische Inspiration stoßen. Das Problem beschrieb Edvard Grieg in seinem Bericht über das Treffen mit Rikard Nordraak, dem Schöpfer der norwegischen Nationalhymne: „Es fiel mir wie Schuppen von den Augen; erst durch ihn lernte ich nordische Volkslieder und meine eigene Natur kennen.“ Ausgehend von der deutschen Romantik schuf Grieg dann – mit seiner Rückbesinnung auf die nationale Identität und die eigene folkloristische Tradition Norwegens – eine neue Stilrichtung: die Skandinavische Schule.

Im Programm des Sommerkonzerts wurden neben Grieg auch Vertreter anderer skandinavischer Länder berücksichtigt: der schwedische Neoklassizist Dag Wirén, der bodenständige Erneuerer der dänischen Musik Carl Nielsen und der größte Komponist Finnlands Jean Sibelius.

Dag Wirén(1905-1986)
Serenade für Streicher op. 11
Prelude. Allegro molto
Andante espressivo
Scherzo. Allegro vivace
Marcia. Tempo di marcia, molto ritmico


Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 D-Dur KV 211
Allegro moderato
Andante
Rondeau. Allegro


Carl Nielsen(1865-1931)
Paraphrase für Streicher

Jean Sibelius(1865-1957)
Suite für Violine und Streicher op. 117
Country-scenery. Allegretto
Evening in Spring. Andantino
In the Summer. Vivace


Edvard Grieg(1842-1907)
Suite im alten Stil G-Dur op. 40 „Aus Holbergs Zeit“
Präludium. Allegro vivace
Sarabande. Andante
Gavotte. Allegretto – Musette. Poco più mosso
Air. Andante religioso
Rigaudon. Allegro con brio

Bayerisches Kammerorchester Bad Brückenau
Tianwa Yang
Violine und Leitung

Veranstaltungsort:
Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Wegbeschreibung
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Veranstalter:

Bayerisches Kammerorchester Bad Brückenau

Preise:

Kartenpreise: 37,50€
Ermäßigungen

23.09.2023Herbstkonzert - Polen

19:30 Uhr · Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Herbstkonzert - Polen

Mit Frédéric Chopin stieg Polen in den 1830er Jahren triumphal in die Riege der großen musikschaffenden Nationen auf. Viele Neuerungen in der pianistischen Technik und Kompositionsweise bleiben für immer mit seinem Namen verknüpft, auch beträchtliche Fortschritte in der Harmonik gehen auf ihn zurück. Als Sohn eines französischen Vaters und einer polnischen Mutter im ländlichen Umfeld nahe Warschau geboren und aufgewachsen, sog Chopin seit frühester Kindheit Melodien und Rhythmen seiner Heimat auf. Und auch als Exilant hörte er nicht auf, polnischer Patriot zu sein. In seiner Musik fing der „Poet des Klaviers“ – so wurde er in Pariser Salons genannt – die ganze Trauer und der Schmerz seines unglücklichen, durch drei Teilungen Polens schwer geprüften Volkes ein.

Eine Ausnahmeerscheinung wie Chopin überstrahlte alles, was sonst noch in der polnischen Musik des 19. Jahrhunderts von Bedeutung war. So nahm die Welt kaum Notiz von Stanisław Moniuszko, der mit seiner „Halka“ als Gründer der polnischen Nationaloper gilt. Erst die 1905 in Warschau gegründete Künstlergruppe „Junges Polen“ mit seinem prominentesten Mitglied Karol Szymanowski verschaffte sich im Westen Gehör. Dieser Gruppe trat auch ein junger Komponist namens Mieczysław Karłowicz bei, dessen eigenwilliges Genie sich leider nur kurz entfalten konnte: Auf einer Skifahrt in der polnischen Tatra wurde er von einer Lawine verschüttet.

Viele Millionen Menschen auf der ganzen Welt kennen Musik von Wojciech Kilar, ohne sich dessen bewusst zu sein – er lieferte Soundtracks zu Blockbustern wie Francis Ford Coppolas „Dracula“ oder Roman Polanskis „Der Pianist“. Nach einer heftigen avantgardistischen Phase wandelte sich sein Stil in eine Art Minimal Music um, die ihre Inspiration vor allem aus der Volksmusik der Karpaten-Region schöpft.
 

Frédéric Chopin(1810-1849)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 e-Moll op. 11
(Fassung für Klavier und Streichorchester)
Allegro maestoso
Romance. Larghetto
Rondo. Vivace

Mieczysław Karłowicz(1876-1909)
Serenade für Streichorchester op. 2
Marsch. Allegro moderato – Tempo di Marcia –
Trio. Meno mosso – Coda
Romanze. Andante con moto
Walzer. Allegro moderato – Presto
Finale. Allegretto non troppo – Molto vivo

Wojciech Kilar(1932-2013)
„Orawa“ für Streichorchester

Bayerisches Kammerorchester Bad Brückenau
Claire Huangci Klavier
Sebastian Tewinkel 
Leitung

Veranstaltungsort:
Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

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Veranstalter:

Bayerisches Kammerorchester Bad Brückenau

Preise:

Kartenpreise: 37,50€
Ermäßigungen

18.11.2023Winterkonzert - Russland

19:30 Uhr · Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Winterkonzert - Russland

Anton Arensky (1861-1906)
Variationen über ein Thema von Tschaikowsky für Streichorchester op. 35a

Sergej Rachmaninow (1873-1943)
Vocalise op. 34 Nr. 14
(Bearbeitung für Violoncello und Streicher von Craig Leon)

Peter Tschaikowsky (1840-1893)
Variationen über ein Rokoko-Thema A-Dur für Violoncello und Orchester op. 33

Dmitri Schostakowitsch (1906-1975)
Kammersymphonie op. 73a
(Bearbeitung für Kammerorchester von Rudolf Barshai)
Allegretto
Moderato con moto
Allegro non troppo
Adagio
Moderato

Bayerisches Kammerorchester Bad Brückenau
Gabriel Schwabe
Violoncello
Sebastian TewinkelLeitung

Veranstaltungsort:
Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

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Veranstalter:

Bayerisches Kammerorchester Bad Brückenau

Preise:

Kartenpreise: 37,50€
Ermäßigungen

Konzertarchiv

19.11.2022Winterkonzert - Serenade

19:30 Uhr · Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Winterkonzert - Serenade

Der Begriff „Serenade“ (italienisch: sera = Abend, sereno = heiter) lässt sich bereits ab dem 17. Jahrhundert nachweisen. Er stand ursprünglich für ein abendliches, im Freien aufgeführtes musikalisches Ständchen, meist sanften oder schwärmerischen Charakters. In der Wiener Klassik verstand man darunter ein Instrumentalstück mit einer größeren Anzahl von Sätzen: Gewöhnlich enthielt die Serenade mindestens zwei Menuette und als Kern einen langsamen Satz. Anfang und Schluss hatten die Form des Marsches. Die frühen Serenaden wurden überwiegend für Blasinstrumente komponiert, was für eine Freiluftmusik akustisch passender war. Mit dem Einzug der Serenade in den Konzertsaal gewannen die Streichinstrumente die Oberhand.

Die Eckpunkte im Programm des Winterkonzerts bilden die verspielte Serenata notturna von Wolfgang Amadeus Mozart und Peter Tschaikowskys äußerst populäre Serenade für Streichorchester. Der russische Romantiker war bekanntermaßen ein großer Verehrer Mozarts. Als ihm sein Verleger Jürgensohn zu Weihnachten eine Gesamtausgabe von Mozarts Werken schenkte, schrieb Tschaikowsky zurück: „Ich hätte mir kein schöneres Geschenk wünschen können, denn Mozart ist mein Gott!“ Das Stück ist eine gelungene Mischung aus Mozart'scher Leichtigkeit, deutsch-romantischer Innigkeit und französischer Eleganz, aber auch das russische Element kommt durch – wenngleich es auf sich fast bis zum Schluss warten lässt.

Die 2002 in Frankfurt am Main geborene Percussionistin Clara de Groote widmet sich dem klassischen Schlagwerk erst seit 2015. Im zweisätzigen Marimba-Concerto von Emmanuel Séjourne wird der Studentin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin und der Schlagwerkerin des Bundesjugendorchesters ein energetisch geladenes Spiel abverlangt.



Wolfgang Amadeus Mozart(1756-1791)
Serenata notturna D-Dur KV 239
Marcia. Maestoso
Menuetto
Rondeau. Allegretto


Jean Sibelius (1865-1957)
Impromptu für Streichorchester

Emmanuel Séjourné(*1961)
Konzert für Marimba und Streichorchester
Tempo souple
Rhythmique, énergique


Pause

Peter Tschaikowsky
(1840-1893)
Serenade für Streichorchester C-Dur op. 48     32’
Pezzo in forma di Sonatina
Valse
Elegia
Finale

24.09.2022Herbstkonzert - Wiener Klassik

19:30 Uhr · Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Herbstkonzert - Wiener Klassik

Unter Wiener Klassik versteht man eine besondere Ausprägung jener musikalischen Epoche, deren Hauptvertreter Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven waren. Diese drei Komponisten wirkten überwiegend in Wien und schufen dort musikalische Meisterwerke, die an formaler und ästhetischer Qualität die Werke ihrer Zeitgenossen bei Weitem übertrafen. Das Heitere und das Ernste, das Leichte und das Intellektuelle, Eigenschaften des galanten und des empfindsamen Stils sowie Einflüsse aus Italien, Frankreich und Deutschland durchmischten sie so, dass ihre Schöpfungen „für Kenner und für Liebhaber“ – so der damalige Sprachgebrauch – gleichermaßen verständlich waren. Speziell die Instrumentalmusik erfuhr durch die Wiener Klassik eine starke Aufwertung und wurde zur autonomen Kunst.

Geballte Energie, höchste Ausdruckskraft sowie eine faszinierende Symbiose aus Emotion und Intellekt kennzeichnen das Spiel der spanischen Pianistin María Dolores Gaitán. Beim Herbstkonzert in Bad Brückenau interpretiert sie Ludwig van Beethovens Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 19. Trotz der gebräuchlichen Nummerierung handelt es sich bei diesem Opus um das früheste Klavierkonzert Beethovens. Es orientiert sich noch unüberhörbar an den Vorbildern Haydn und Mozart, lässt aber auch schon die eigene Handschrift des Komponisten erkennen. Ganz im Sinne des Bonmots von Graf Ferdinand Ernst Gabriel von Waldstein, einem Gönner und Freund Beethovens, der im Oktober 1792 an das junge Talent schrieb: „Durch ununterbrochenen Fleiß erhalten Sie Mozarts Geist aus Haydns Händen.“
 

Joseph Haydn(1732-1809)
Ouvertüre zur Oper „L’isola disabitata“

Wolfgang Amadeus Mozart(1756-1791)
Sinfonie B-Dur KV 319
Allegro assai
Andante moderato
Menuetto – Trio
Finale. Allegro assai

Pause

Ludwig van Beethoven(1770-1827)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 19
Allegro con brio
Adagio
Rondo. Molto allegro

16.07.2022Sommerkonzert - Sonate

19:30 Uhr · Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Sommerkonzert - Sonate

In den Anfängen der selbstständigen Instrumentalmusik gegen Ende des 16. Jahrhunderts hatte eine Sonata (Klingstück) noch kein bestimmtes Formschema – das Wort diente lediglich zur Abgrenzung zu einer Cantata (Singstück). Die Übertragung des Begriffs auf Klavierwerke erfolgte erstmals 1645, um 1700 unterschied Arcangelo Corelli die Sonata da chiesa (Kirchensonate) und die Sonata da camera (Kammersonate). In der Klassik änderte sich die Sonate grundlegend in Stil und Form. Die Polyphonie wurde abgelöst, die Sonatenhauptsatzform entwickelte sich zu einem allgemein verbindlichen Standard und wurde auf Besetzungen vom Klavier solo bis zum Orchester übertragen (Sonaten für Orchester heißen Sinfonien).

Dies geschah jedoch keinesfalls schematisch. Wie individuell und phantasievoll sich mit der Materie Franz Schubert und Ludwig van Beethoven auseinander gesetzt haben, demonstrieren Maximilian Hornung und Sarah Christian im Sommerkonzert des BKO am Beispiel der Arpeggione-Sonate sowie der Kreutzer-Sonate (beide für Soloinstrument und Streichorchester bearbeitet).

Maximilian Hornung war schon mit 23 Jahren Solocellist des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Mit bestechender Musikalität erobert er seit einigen Jahren internationale Konzertpodien auch als Kammermusiker und Solist. Sarah Christian ging aus dem ARD-Musikwettbewerb 2017 als 2. Preisträgerin hervor (der 1. Preis wurde nicht vergeben). Seit 2013 ist sie Konzertmeisterin der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Diese Position nutzt sie oft dazu, das Orchester mit viel Freude und Souveränität vom Pult aus zu leiten, was auch in Bad Brückenau der Fall sein wird.

Peter Warlock (1894-1930)

Capriol Suite
Basse Danse. Allegro moderato
Pavane. Allegretto ma un poco lento
Tordion. Con moto
Bransles. Presto
Pieds en l'air. Andantino tranquillo
Mattachins. Allegro con brio


Franz Schubert (1797-1828)
Sonate für Violoncello und Klavier a-Moll D 821 „Arpeggione-Sonate“
(Bearbeitung für Violoncello und Streichorchester von Dobrinka Tabakova)
Allegro moderato
Adagio – Allegretto

Pause

Ludwig van Beethoven(1770-1827)
Sonate für Violine und Klavier Nr. 9 A-Dur op. 47 „Kreutzer-Sonate“
(Bearbeitung für Violine und Streichorchester von Richard Tognetti)
Adagio sostenuto – Presto
Andante von Variazioni
Finale. Presto

02.04.2022Frühlingskonzert - Carmen

19:30 Uhr · Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Frühlingskonzert - Carmen

„Carmen“ von Georges Bizet zählt seit Jahrzehnten zu den meistaufgeführten Opern der Welt. Die sinnliche Zigeunerin, die den entflammten Soldaten José ins Verderben reißt, betört Musikliebhaber kulturübergreifend. Dabei geriet die Uraufführung im März 1875 in Paris zu einem veritablen Flop. Die Kritiker fielen über Bizets Werk her: Räuber, Zigeuner und Fabrikarbeiterinnen – von einem derartigen Milieu wollte man im Opernhaus nichts wissen. Bereits ein halbes Jahr später bejubelte jedoch das Wiener Publikum die dortige Inszenierung frenetisch und das Werk trat seinen Siegeszug rund um den Globus an.

Der russische Komponist Rodion Schtschedrin wandelte 1967 die unsterbliche Oper Bizets in eine abendfüllende Ballettmusik um und widmete sie seiner Frau Maja Plissezkaja, der legendären Primaballerina des Moskauer Bolschoi-Theaters. Die Premiere war ebenso unglücklich wie diejenige Bizets: Die erotische Gestalt der Carmen wirkte auf die damalige sozialistische Gesellschaft wie eine sexuelle Revolution in Form des klassischen Balletts. Nackte Beine, unzüchtige Stützungen, spärliche Bekleidung... Ein Skandal! „Ihre Carmen wird sterben!“, verkündete die sowjetische Kulturministerin, doch Plissezkaja hielt dagegen: „Carmen stirbt, wenn ich sterbe!“ Und behielt Recht. Sie tanzte auf Schtschedrins Musik noch weitere 350 Male, zuletzt im Jahr 1990 im Alter von 65 Jahren! Die Suite aus dieser Ballettmusik für Streicher und 47 Schlaginstrumente ist das bekannteste Werk Schtschedrins. Laut Statistik wird sie jeden Tag irgendwo auf der Welt entweder live gespielt oder im Radio gesendet.

Den Solopart im Violinkonzert d-Moll von Felix Mendelssohn gestaltet Sophia Jaffé, Professorin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Sie ist in Bad Brückenau keine Unbekannte: Bereits 2009 brillierte sie im Festkonzert zum 30-jährigen Jubiläum des BKO und später gab es weitere Kooperationen.

 

Joaquín Turina(1882-1949)
La oración del torero op. 34

Felix Mendelssohn(1809-1847)
Konzert für Violine und Streichorchester d-Moll
Allegro
Andante
Allegro

Pause

Rodion Schtschedrin(*1932)
Carmen-Suite für Streichorchester und Schlaginstrumente (nach Georges Bizets Oper „Carmen“)
Einleitung
Tanz
Erstes Intermezzo
Wachablösung
Carmen-Auftritt und Habanera
Szene
Zweites Intermezzo
Bolero
Torero
Torero und Carmen
Adagio – Andante moderato
Wahrsagung
Finale

06.01.2022Neujahrskonzert - Licht

20:00 Uhr · Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Neujahrskonzert - Licht

Alfred Schnittke(1934-1998)
Moz-Art à la Haydn
Spiel mit Musik für 2 Violinen, 2 kleine Streichorchester, Kontrabass und Dirigenten

Wolfgang Amadeus Mozart(1756-1791)
Exsultate, jubilate
Motette für Sopran, Orchester und Orgel C-Dur KV 165 (158a)
Exsultate, jubilate. Allegro
Fulget amica, dies. Secco-Rezitativ
Tu virginum corona. Andante
Alleluja. Molto Allegro


Joseph Haydn(1732-1809)
Sinfonie D-Dur Hob. I: 6 „Le Matin“
Adagio – Allegro
Adagio – Andante – Adagio
Menuetto con Trio
Finale. Allegro

06.01.2022Neujahrskonzert - Lichtausverkauft

17:00 Uhr · Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Neujahrskonzert - Licht

Alfred Schnittke(1934-1998)
Moz-Art à la Haydn
Spiel mit Musik für 2 Violinen, 2 kleine Streichorchester, Kontrabass und Dirigenten

Wolfgang Amadeus Mozart(1756-1791)
Exsultate, jubilate
Motette für Sopran, Orchester und Orgel C-Dur KV 165 (158a)
Exsultate, jubilate. Allegro
Fulget amica, dies. Secco-Rezitativ
Tu virginum corona. Andante
Alleluja. Molto Allegro


Joseph Haydn(1732-1809)
Sinfonie D-Dur Hob. I: 6 „Le Matin“
Adagio – Allegro
Adagio – Andante – Adagio
Menuetto con Trio
Finale. Allegro

20.11.2021Winterkonzert „Nacht“

19:30 Uhr · Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Winterkonzert „Nacht“

Frédéric Chopin (1810-1849)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 e-Moll op. 11 
(Fassung für Klavier und Streichorchester)
Allegro maestoso
Romance. Larghetto
Rondo. Vivace


Pause

Arnold Schönberg 
(1874-1951)
Verklärte Nacht op. 4
(Ursprünglich Sextett für zwei Violinen, zwei Violen und zwei Violoncelli nach einem Gedicht von Richard Demel in einem Satz; Fassung des Komponisten für Streichorchester)
Grave
Molto rallentando
A tempo
Adagio
Adagio, molto tranquillo

25.09.2021Herbstkonzert „Tanz“

19:30 Uhr · Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Herbstkonzert „Tanz“

Wolfgang Amadeus Mozart(1756-1791)
Sinfonie A-Dur KV 134
Allegro
Andante
Menuetto
Allegro


Johann Nepomuk Hummel (1778-1837)
Konzert für Mandoline und Orchester G-Dur S 28
Allegro moderato
Andante con variazioni
Rondo. Allegro


Pause

Sulchan Zinzadse
(1925-1991)
Sechs Miniaturen (für Mandoline und Streicher arrangiert von Avi Avital)
Hirtentanz
Suliko
Indi Mindi
Lied
Satschidao
Tanzlied

Béla Bartók (1881-1945)
Rumänische Volkstänze (für Mandoline und Streicher arrangiert von Avi Avital)
Jocul cu bâta
Brâul
Pe loc
Buciumeana
Poarga românesca
Mâruntel


Sándor Veress (1907-1992)
Quattro danze transsilvane
Lassú
Ugrós
Lejtös
Dobbantós

17.07.2021Sommerkonzert "Freude"

20:00 Uhr · Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Sommerkonzert "Freude"

Simon Le Duc(1742-1777)
Sinfonie Nr. 3 Es-Dur
Maestoso – Allegro vivace
Adagio sostenuto
Rondo maestoso


Wolfgang Amadeus Mozart(1756-1791)
Exsultate, jubilate KV 165
(Bearbeitung für Oboe d’amore und Orchester von Matthias Spindler)

Wolfgang Amadeus Mozart(1756-1791)
Ave verum corpus KV 618
(Bearbeitung für Oboe d’amore und Orchester von Matthias Spindler)

Robert Fuchs
Serenade für Streichorchester und zwei Hörner Nr. 4 g-Moll op. 51
Andante sostenuto
Allegretto grazioso
Menuett. Moderato amabile
Adagio
Finale. Allegro con fuoco

17.07.2021Sommerkonzert "Freude"

18:00 Uhr · Bad Brückenau/Staatsbad, König Ludwig I.-Saal

Sommerkonzert "Freude"

Simon Le Duc(1742-1777)
Sinfonie Nr. 3 Es-Dur
Maestoso – Allegro vivace
Adagio sostenuto
Rondo maestoso


Wolfgang Amadeus Mozart(1756-1791)
Exsultate, jubilate KV 165
(Bearbeitung für Oboe d’amore und Orchester von Matthias Spindler)

Wolfgang Amadeus Mozart(1756-1791)
Ave verum corpus KV 618
(Bearbeitung für Oboe d’amore und Orchester von Matthias Spindler)

Robert Fuchs
Serenade für Streichorchester und zwei Hörner Nr. 4 g-Moll op. 51
Andante sostenuto
Allegretto grazioso
Menuett. Moderato amabile
Adagio
Finale. Allegro con fuoco